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    Hintergrundinformationen

Was ist die Agenda 21?

Es ist der Name des 1992 von fast allen Regierungen auf dem "Erdgipfel" beschlossenen Programms für Umwelt und  Entwicklung.
Das bedeutet "Was im 21. Jahrhundert zu tun ist". Das Programm legt in verschiedenen Themenbereichen fest, wie eine
nachhaltige Entwicklung aussehen soll: 
"Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere Beachtung kann
es uns jedoch gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse, die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen,
einen grösseren Schutz und eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine sichere, gedeihlichere Zukunft zu gewährleisten." (Agenda 21, 1. Absatz)

Hier können Sie das Programm lesen und herunterladen: Agenda 21 

Gibt es etwas Aktuelleres seit dem Beschluss von 1992?

Eine Reihe von Folgekonferenzen wurden abgehalten, wie die "Rio+20" im Juni 2012 unter dem Titel "Die Zukunft, die wir wollen!". Das Bundesumweltministerium hat die offiziellen Aktivitäten und Beschlüsse dokumentiert. >>
Logo Rio+20

Für die Zeit ab 2015 sind neue Ziele definiert worden. Die Sustainable Development Goals (SDG) formen die "2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklungklung". Mit der 2030-Agenda werden zwei zuvor getrennte UN-Verhandlungsprozesse, der 1992 mit dem Erdgipfel begründete Rio-Prozess und der Prozess der Millenniumentwicklungsziele (2010-2015), unter dem Begriff "Transformation zu nachhaltiger Entwicklung" zusammengeführt. Auf Basis der 2030-AGENDA ist die aktuelle deutsche Nachhaltigkeitsstrategie entstanden. >>

Was bedeutet eine Lokale Agenda 21?

Es ist die kommunale Form des Programms, laut Kapitel 28 der Agenda 21. Städte und Gemeinden sollen gemeinsam mit
Bürgern, örtlichen Organisationen und der Wirtschaft ein Handlungsprogramm für ihren Ort beschliessen und umsetzen. In Zehntausenden Städten weltweit wurde seit den Neunzigern ein Entstehungsprozess einer solchen Lokalen Agenda 21 begonnen. In Mainz wurde zum einen Handlungsprogramm erstellt, zum anderen sind viele Vereine, Bürger und die Stadt Mainz in einzelnen Projekten engagiert. Auf unseren Seiten werden aktuelle, bisherige und zukünftige Projekte vorgestellt. >> zum Handlungsprogramm und dem Forum Lokale AGENDA 21 Mainz

Was bedeutet zukunftsfähiges Handeln?

In Deutschland wird darunter zumeist ein Konsens über 3 Säulen verstanden: Ökonomie, Ökologie, Soziales.

Zieldreieck Ökonomie - Soziales - Ökologie
Dazu kommen zwei Prinzipien:
Das erste lässt sich als "intragenerationelle Gerechtigkeit" bezeichnen. Damit wird auf die Auswirkungen lokalen
Handelns auf andere aufmerksam gemacht - gerechte Entwicklungschancen für Entwicklungs- und Industrieländer,
gerechte Verteilung gesellschaftlichen Reichtums.
Das zweite Prinzip ist die "intergenerationelle Gerechtigkeit". Auch zukünftigen Generationen hat durch das heutige
Handeln die Befriedigung ihrer Bedürfnisse möglich zu bleiben.

Was Nachhaltigkeit bzw. Zukunftsfähigkeit heute praktisch für unser Konsumverhalten bedeutet, darüber kann man sich bundesweit auf Plattformen wie Utopia austauschen: www.utopia.de

Die aktivste Zeit der Lokale AGENDA 21-Prozesse begann in Deutschland in den Jahren ab 1996. Auch wenn ein Teil der Prozesse einen Schwerpunkt auf das Thema Umweltschutz legt, sind sie nicht darauf beschränkt, sondern jede Kommune hat im Lauf der Zeit verschiedene Themen behandelt. Das Besondere ist die Orientierung auf Konsens, und eine Zusammenarbeit zwischen Bürgern, städtischen Gremien, Unternehmen und weiteren Organisationen, die über die sonst politisch oft vorwiegenden Einzelinteressen hinausgeht, sondern eine Entwicklung in Einklang mit den oben genannten Prinzipien anstrebt.

Wer ist das Forum Lokale Agenda 21 Mainz?

Das Forum versteht sich als Teil und treibende Kraft des Mainzer Lokale Agenda 21-Prozesses. Es besteht seit 1997 aus Bürgern, die sich in verschiedenen Projekten engagieren, moderiert durch die AGENDA-Koordinatorin Dr. Sabine Gresch bei der Stadt Mainz.
Es hat eine lockere, unbürokratische Struktur, und man arbeitet nach seinen jeweiligen Möglichkeiten mit.
Die Mitarbeiter sind zumeist in den Arbeitskreisen (AK) und Vereinen aktiv.

Gibt es eine Lokale Agenda 21 in Rheinhessen?

In vielen rheinhessischen Gemeinden waren Agendaprozesse gestartet und unterschiedlich weit
gekommen. Ist Ihre Gemeinde, die Ihrer Verwandten oder Freunde dabei? Was  bedeutet aber "unterschiedlich weit",
und warum verlaufen die Prozesse unterschiedlich? - Lesen Sie hier die Kurzfassung der Studie von T. Görmar, 2002: 
Vergleich der LA21-Prozesse in Rheinhessen.

Die Komplettfassung können Sie kostenlos über das Kontaktformular auf der linken Seite anfordern.

Aktuelle Kontakte lassen sich im Umwelt- und Energieberatungszentrum herstellen über www.uebz-mainz-bingen.de.

Wo kann ich weitere Begriffe nachschauen?

Ein Lexikon finden Sie auf www.nachhaltigkeit.info . Weitere Seiten können Sie über die kommentierten Links aufrufen.

 
 


 
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